Vor ein paar Tagen habe ich das erste mal überhaupt ein Objektiv in den Nachthimmel gehalten. Hierbei ging es mir in aller erste Linie mal darum, Erfahrungen in der Sternenfotografie zu bekommen. Von den ersten Ergebnissen war ich total begeistert, gleichwohl diese wahrscheinlich für erfahrene Astrofotografen eher “stümperhaftes” Werk sind.
Mich hat diese Art von Fotografie dermaßen angefix, dass ich aktuell an nichts anders mehr denken kann (…im übertragenen Sinn natürlich
) In den letzten Stunden habe ich diverses Zeug aus dem Internet zum Thema Astrofotografie recherchiert. Unter anderem auch sehr interessante Tutorials zur Sternennachführung. Fakt ist, dass bei längeren Belichtungszeiten das Sternenbild anfängt, irgendwelche Kreise zu ziehen. Klar, die Kamera steht auf einem Stativ, fest veranktert und der Boden mit samt seinem Erdball dreht sich. Um dieser physikalischen Gegebenheit entgegenzuwirken, gibt es Drehscheiben mit Elektromotoren, die speziell hierfür konstruiert wurden. Dem Preisfenster für so ein “Rührgerät” sind nach obenhin keine Grenzen gesetzt – War ja klar..
Polarie Star Tracker
Nach einigen Recherchen bin ich dann auf den Polarie Strar Tracker gestoßen. Der Polarie kann über die Fa. Vixen bezogen werden und macht genau das, was ich oben schon beschrieben habe. Er macht eine sogenannte Nachführung während der Aufnahmen in den Sternenhimmel und dreht sich eben genau so schnell wie unser Erdball. Somit können Sterne und Sternenbilder eben ohne Verzeichnungen punktscharf abgebildet werden. Sehr cool finde ich die verschiedenen Schrittarten des Polarie Star Tracker zur Sternennachführung. Man unterscheidet hier in die Schrittarten “siderisch, 0,5x siderisch, Solar, Lunar”
Siderisch
Hierzu muss man wissen, das es ein siderisches Jahr gibt. Das bedeutet, ein siderisches Jahr ist die reale Erdumlauf um die Sonne. Ergo, der Schrittmotor macht nichts anderes, wie genau diese Umlaufgeschwindigkeit zu simulieren oder auch Nachzuführen, wenn eine Langzeitbelichtung in den Sternenhimmel durchgeführt wird.
Solar
Auch die Sonne hat eine, wenn auch sehr geringe Eigendrehung. Der Polarie Star Tracker kann auch diesen Umlauf simulieren und Nachführen, gleichwohl dass für die Sternenfotografie nicht relevant ist. Interessant wäre m. E. hier beispielsweise eine Sonnenfinsternis.
Lunar
Für die Mondfotografie wäre eine lunare Schrittart interessant, überhaupt die Tatsache, dass unser Mond sich “scheinbar” rückwärts durch unser Sternenbild dreht, finde ich schon cool. Der Kerl dreht sich nämlich in 28 Tagen um 360°. Aber hier ist klar, dass für mich diese lunare Schrittgeschwindigkeit nicht allzu relevant ist. Ist halt “nice to have” oder für eine Mondfinsternis.
Der Polarie Star Tracker schlägt mit 459.00 EUR zu Buche. Zur weiteren Montage wird noch ein Kugelkopf QHD-33 für 69.00 EUR benötigt. Liebe Fa. Vixen, wenn Ihr das hier lest, schickt mich doch einfach mal zur Erhöhung der Kauftemperatur ein Testexemplar.




28/05/2012 um 14:31 Uhr
Oder mir
Bin ja auch für fast jede Schandtat zu haben.
Wenn ich so dein Blogbeitrag hier lese, läuft mir schon der Sabber im Mund zusammen. Irgendwie habe ich da auch grad tierisch Lust drauf. Bei mir wird das aber immer eine längere Fahrt werden. Da wir gleich bei Frankfurt am Main wohnen, sieht unser Nachthimmel hier immer hell erleuchtet aus. Einmal aus der City und dann noch vom nahegelegenen Flughafen.
Wünsche Dir aber weiterhin viel Spaß.
Micha
29/05/2012 um 13:39 Uhr
…ich sage nur: Einmal mit dem Zeugs angefangen nie wieder aufhören können.
01/06/2012 um 11:21 Uhr
Ich finde das ja echt spannend, dass dich das Thema so dermaßen gefesselt hat. Bin gespannt, was da noch so alles kommt in naher Zukunft.