09/04/2012
von Thorsten
Keine Kommentare

Arnold Newman – Meisterklasse

Berlin, immer wieder Berlin in Sachen Fotografie. Die Galerie C/O Berlin zelebriert derzeit noch bis zum 20 Mai 2012 Portraits von berühmten Künstlern, abgelichtet durch Arnold Newman. 

Newman, der in New York aufgewachsen ist, verkörperte zu Lebzeiten “DEN” Portraitfotografen des 20. Jahrhunderts schlechthin. Newman entschied sich ebenso wie Rakete bei seinen Portraits für das Großformat. Und das aus gutem Grund. Das Portrait mit einer Großformartkamera dauert eben etwas länger, so dass der zu Porträtierende eine gewünschte Pose etwas länger halten muss. Und gerade dieses Zeitfenster bietet eben dem Fotografen gewisse Momente für gewisse Mimen.

Zitat:

Newman sagte mal sinngemäß, dass „wir Bilder nie mit der Kamera allein“ aufnehmen, sondern: „mit dem Herzen und dem Verstand. … Meine Arbeiten sind ein Ausdruck meiner selbst, der Art, wie ich fühle und denke. … Ich bin interessiert daran, was Individuen antreibt, was sie mit ihrem Leben anstellen. … Das Porträt ist eine Art von Biographie … Selbst wenn die Person unbekannt ist oder fast vergessen, sollte das Foto für den Betrachter interessant sein oder sogar aufregend.“

Nachfolgend hier noch ein paar interessante Seiten, in denen noch weitere Informationen zu Anorld Newman aufgeführt sind:

04/04/2012
von Thorsten
3 Kommentare

Thomas Leuthard – Streetfotografie 85mm

Streetfotografie, sie hat es mir wirklich angetan. Was für ein “Denglisch” und eingedeutscht, aber ein sehr interessantes fotografisches Thema. Irgendwann vor Monaten, ich kann gar nicht mehr genau sagen wann, bin ich auf den Schweitzer Fotografen Thomas Leuthard aufmerksam geworden.

Seine Bilder sind wirklich grandios und ich finde Leuthards Bildideen mit dieser Brennweite außergewöhnlich. Nach kurzer Recherche auf seiner Internetseite bin ich auf dieses Booklet gestoßen. Minimalistisch in Schwarz/Weiß abgelichtet, begibt sich der Schweitzer Streetfotograf durch Hamburg. Für mich eine neue Inspiration, die mich in den nächsten Tagen mal wieder in die Hamburger Innenstadt ziehen lässt. Und ich versuche für mich noch etwas zu überziehen. Ich werde die Kombination Nikon D90 in Verbindung mit meinem etwas in die Jahre gekommenen AF NIKKOR 85 mm 1:1,8D kombinieren. Der Cropfaktor 1,5 wird noch mal einen obendrauf setzten. Mehr dazu in der nächsten Woche.

03/04/2012
von Thorsten
1 Kommentar

Heute im Gespräch mit Marcel Stockmann

Weiter geht es mit einem neuen Interviewpartner, Autor und Herausgeber des Blogs fotopresso.com. Marcel kam vor ziemlich genau 12 Monaten auf mich zu und bat mich um ein Interview in seinem Blog. Ich bin seit langer Zeit ein Mitglied der flickr Gruppe von Fotopresso und lade dort auch in loser Reihenfolge das eine oder andere Foto von mir zur Ansicht hoch. Und so kam der erste Kontakt zwischen Marcel und mir zustande. Um so mehr freut es mich jetzt, dass Marcel für ein paar Fragen meinerseits sich etwas Zeit genommen hat.

Thorsten:

Hallo Marcel, danke dass Du Dich genau wie Jörg bereit erklärt hast, ein paar Fragen für mich zu beantworten. Stell Dich doch bitte kurz vor.

Marcel:

Hallo Thorsten, meine Name ist Marcel Stockmann und ich komme direkt aus Hamburg. Ich wurde hier 79 geboren und bin damit 32 Jahre jung. Ein waschechter Hamburger also.

In meiner Freizeit spiele ich vor allem sehr gerne Fußball, inzwischen schon weit über 20 Jahre aktiv im Verein und gehöre sicherlich schon zum alten Eisen. Im Moment bin ich noch aktiv beim TUS Berne II. in der Kreisliga 6 aktiv.

Ich bin glücklich in einer inzwischen 6 jährigen Beziehung und wir haben auch schon einen unglaublich süßen, witzigen und extrem aktiven Jungen zur Welt gebracht, der im Juni 2 Jahre wird.

Beruflich bin ich für einen der größten Versandhändler der Welt als Online Manager im Einkauf für Haushalts-Großelektro aktiv. Meine Leidenschaft zum Internet und mein dadurch erarbeitetes Know How kann ich auch im Job sehr gut einbringen.

Damit bin ich eigentlich schon sehr gut ausgelastet, aber eine kleine Leidenschaft für die Fotografie habe ich nebenher trotzdem entwickelt, auch wenn ich nicht ganz so viel Zeit investieren kann.

Thorsten:

Deine Fotos und Berichte zum Thema Fotografie kann man auf fotopresso.com nachlesen. Gibt es noch weitere Quellen wie beispielsweise Flickr-Accounts, 500px.com oder andere Social-Kanäle?

Marcel:

Ja, ich habe zum Einen meinen sehr alten Flickr Account unter www.flickr.com/marcelstockmann sowie die FOTOPRESSO Flickr Gruppe unter www.flickr.com/groups/FOTOPRESSO, bei der du ja auch immer sehr aktiv bist. Vielen Dank dafür!

Bei 500px.com habe ich mich zwar letztens angemeldet, aber bisher noch keine Fotos eingestellt. Hier möchte ich gerne die wirklich guten Fotos einstellen. Dazu benötige ich noch mal Zeit. Ansonsten kann man mich hier aber gerne schon mal unter 500px.com/FOTOPRESSO hinzufügen und darauf warten, dass die guten Fotos eingestellt werden.

Dazu bin ich natürlich auch bei facebook unter www.facebook.com/marcelstockmann zu finden sowie mit meiner Blog Page unter www.facebook.com/FOTOPRESSO.

Das Pendant bei Google+ gibt es ebenfalls, mein persönlicher Account ist hier zu finden https://plus.google.com/114790021429353145982 sowie die Blog Page unter https://plus.google.com/111367660644615912483.

Bei Twitter läuft mein Twitter Bot, der die Infos aus dem Blog, der Flickr Gruppe sowie interessante Fotografie Nachrichten postet. Zu finden unter www.twitter.com/FOTOPRESSO.

Wie du siehst versuche ich alle Kanäle zu bespielen, so gut wie es mir möglich ist.

Thorsten:

Wie bist Du zur Fotografie gekommen und seit wann fotografierst Du?

Marcel:

Zur Fotografie bin ich ein wenig wie die Jungfrau zum Kindle gekommen. Durch meinen damaligen Job als Online Einkäufer mit Fokus auf Camcorder und einem Kollegen an meinem Tisch mit der Produktgruppe Fotografie, war ich ein wenig an den Themen und Innovationen involviert. Ich habe jahrelang mit einer kleinen Kompakten gerne „geknipst“, vornehmlich auf Parties und im Urlaub und diese Fotos auch auf unserer damaligen privaten Homepage veröffentlicht. Inzwischen ist das Thema Internet aber weit weniger privat anzusehen und ich bin deutlich vorsichtiger im Umgang mit privaten Fotos und Infos geworden.

Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem ich mich über DSLRs informiert habe. In der Zeit war ich u.a. Heavy User des DSLR Forums oder auch Leser bei kwerfeldein.de. Hier habe ich sehr viele Infos zu Beginn gesogen und mich schließlich für ein Einsteiger-Equipment entschieden, um zu sehen, ob mir Fotografie auf dem Level auch noch Spaß macht und wie ich mich entwickle. Hierzu muss ich erst mal viele Fähigkeiten entwickeln, da nützt mir eine große teure Ausrüstung nicht.

Im November 2008 habe ich mir dann zum Geburtstag eine DSLR gegönnt mit dem Kit Objektiv. Und genau in diesem Moment bin ich doch etwas überrascht, dass das schon 3,5 Jahre her ist…

Thorsten:

Hast Du evtl. ein Lieblingsbild, was Du uns gerne zeigen möchtest?

Marcel:

Mein Lieblingsbild ist eigentlich das vom Kettenkarussell auf dem Hamburger Dom. Das Bild ist ein absoluter Klassiker des Fahrgeschäfts und mit der Sonne und der Reflexion gefällt es mir besonders gut. Es gibt noch ein paar nette Fotos aus dem Mallorca Urlaub oder auch von Sylt, aber mein Lieblingsbild ist aktuell das vom Kettenkarussell.

 

Thorsten:

Ein sehr inspirierender Shot, gefällt mir!  Hat irgendwie etwas vom Sommer, Fun und Lebensfreude, schön. Verrätst Du uns einen kleinen Trick, den Du gerne anwendest und der Dir oft hilft bessere Fotos zu machen?

Marcel:

Den speziellen Trick oder die Bearbeitungstechnik habe ich selbst noch gar nicht so richtig gefunden. Ich werde mir aber sicherlich in nächster Zeit das Projekt auferlegen, meinen eigenen Stil zu finden, sowohl in der Fotografie als auch in der Nachbearbeitung der Fotos. Einen „Trick“ habe ich auf jeden Fall inzwischen verinnerlicht: Vor jedem Abdrücken, lasse ich mir Zeit, um die Einstellungen der Kamera zu checken, den Bildausschnitt zu kontrollieren und erst dann das Foto in aller Ruhe aufzunehmen. Hierdurch produziere ich deutlich weniger Ausschuss und kann mich auf wenige gute Fotos konzentrieren. Mein Auge ist dadurch schon besser geworden.

Thorsten:

Ich denke, dass kennt jeder von uns, der im digitalen Zeitalter fotografiert. Mir ging es in den Anfängen ebenfalls so – “Tonnenweise” Bildmaterial in meinem Lightroomkatalog und mindestens die Hälfte war Ausschuss. Marcel, mit welchem Equipment bist Du unterwegs – Body’s, Objektive, Zubehör?

Marcel:

Ich bin wie gesagt mit einem Einsteiger-Equipment gestartet und damit auch immer noch unterwegs und glücklich. Ich habe eine Canon EOS 1000D mit dem 18-55mm IS Kit-Objektiv. Dazu habe ich mir das sehr einfache Sigma 55-200 Telezoom gegönnt und für die kreativen Aufnahmen das 50mm 1,8 von Canon. Insgesamt komme ich nicht so häufig zum Fotografieren und mein Geld verdiene ich damit auch nicht. Somit ist das Equipment für meine Anforderungen und meinen aktuellen Stand absolut ausreichend und ich kann jedem Einsteiger empfehlen, erst mal für kleines Geld zu beginnen und sich fotografisch, also technisch, zu verbessern. Das bringen die großen Kamera am Anfang leider nicht automatisch mit. Irgendwann stößt man natürlich doch an die natürlichen technischen Grenzen wie z.B. ISO Werte bei dunklen Szenen oder auch die Schärfe bei Top-Gläsern.Ich habe außerdem noch ein Slik Stativ sowie eine Crumpler Tasche. Ein wenig Stil muss sein ;-)

Thorsten:

Da gebe ich Dir absolut recht, top Equipment für den Start halte ich ebenfalls für absurd. Ich sage immer, wenn ich gefragt werde:” Kauf Dir einen anständigen Body (Nikon, Canon, etc) und eine bezahlbare 50mm Festbrennweite. Mit dieser Kombi hast Du relativ schnell gute vorzeigbare Ergebnisse und es macht richtig Spaß! Marcel, auch an Dich nochmals vielen Dank, dass Du dich für dieses inspirierende Interview bereit erklärt hast. Bis bald in HH zu einem Photowalk.


02/04/2012
von Thorsten
2 Kommentare

Jim Rakete – “Rockpoeten” Ausstellung Pigment Prints in Berlin

Es ist die Art, wie Jim Rakete mit einmaligen Portraits Geschichten der Menschen und Promis erzählt. Es ist die Art, wie er mit Menschen kommuniziert – Das ist es, was mich neben seiner Fotografie an Ihm fasziniert!

Update 10.04.12:

Heute hat mich die Münzing Claassen Galerie aus Berlin angeschrieben. Die Ausstellung ”Rockpoeten” wird verlängert. Das neue Enddatum ist der 04. Mai 2012. Die Öffnungszeiten sind Montag – Freitag 11 – 17h. Samstag nach Vereinbarung.

Seine aktuelle Ausstellung “Rockpoeten” – 19.03.2012 bis 20.04.2012, 10717 Berlin, Holsteinische Str. 29 - habe ich vor kurzem in Berlin besuchen dürfen. Und was ich dort gesehen habe, lässt mich nicht kalt! Immer wieder schwirren mir diese einmaligen Pigment Prints im Kopf herum. Rakete würdigt in Zusammenarbeit mit radioeins Berliner Musiker mit wirklich beeindruckenden Portraits, ganz gleich ob unentdeckt oder auch bekannt. In einem seiner ersten Sätze des u. a. YouTube-Portraits gibt Jim Rakete genau das wieder, weswegen ich in den vergangenen Wochen wieder Schwarz/Weiß fotografiere! Und genau bei diesen typischen Rakete-Aussagen bekomme ich jedes mal “Haut von Gans”!

Jim Rakete möchte mit seiner Ausstellung Rockpoeten die Aufmerksamkeit auf 30 Berliner Bands richten, die bisher weitestgehend von den Medien ignoriert wurden. Eines meiner Lieblingsbilder ist das Portrait von Max Prosa. Wer in dem o. a. Zeitfenster in Berlin verweilt, sollte sich Rockpoeten nicht entgehen lassen. Nachfolgend noch ein Portrait, welches während der Veröffentlichung seines Bildbandes 1/8sec. entstanden ist.

Jim Rakete im Portrait

Wer noch mehr über Rakete und Berlin wissen möchte, kann hier, hier oder auch hier nachschauen.

01/04/2012
von Thorsten
Keine Kommentare

Heute im Gespräch mit Jörg Langer

In Zukunft werde ich in loser Reihenfolge Interviews mit Fotografen, ambitionierten Hobbyfotografen oder mit Menschen, die einfach nur Spaß am knipsen haben führen. Für mich ist es immer wieder spannend, was Menschen der Fotografie abgewinnen und was sie dazu führt, Momente für die Ewigkeit in einem Foto festzuhalten. Heute darf ich mit Jörg Langer sprechen, wir teilen u. a. die Gemeinsamkeit, dass wir die Nikon 1V1 testen durften. Das könnte evtl. zu einem späteren Zeitpunkt noch mal ein Thema zwischen Jörg und mir werden.

 

Thorsten:

Hallo Jörg, danke dass Du Dich bereit erklärt hast, ein paar Fragen für mich zu beantworten. Stell Dich doch bitte kurz vor.

Jörg:

Ach Herrje, was sage ich jetzt nur zur Vorstellung um es nicht zu klassisch zu machen und mit „Mein Name ist…“ anzufangen? Ich fange deswegen mal von hinten an!

Ich liebe Fototaschen! Ich habe nie die richtige davon. Ich liebe die Fotografie weil sie mir hilft meinen stressigen Alltag im Marketing einer großes IT Konzerns hinter mir zu lassen und mich komplett auf das Einfangen eines wunderbaren Moments – dem des klick – zu konzentrieren und damit Augenblicke festzuhalten für die Ewigkeit. Wenn diese Momente noch Menschen beinhalten und dan sogar deren Hochzeiten, dann ist mein Ausgleich und meine Leidenschaft auf dem Höhepunkt. Mein Lebensmittelpunkt sind meine beiden wunderbaren Töchter und meine Frau und unser kleiner WauWau namens Pixel (das sagt doch alles – oder?)

Achso, ich höre seit 40 Jahren auf den Namen Jörg :-) .

Thorsten:

Wo kann man Deine Fotos bewundern? Hast Du eine eigene Website, einen Flickr-Account oder andere Social-Kanäle?

Jörg:

Ja die Vielfalt der Medien ist groß… ich nutze einiges an Medien – so auf Flickr und andere. Am einfachsten findet Ihr alles auf meiner About.me Page (http://about.me/joerg.langer) und dort sauber verlinkt. Das „Dies und Das“ aus meinem leben blogge ich auf http://www.Digitaler-Augenblick.de.

Thorsten:

Wie bist Du zur Fotografie gekommen und seit wann fotografierst Du?

Jörg:

Ja, daran ist eindeutig mein Papa schuld. Er hat mir das Klick in die Gene gelegt, wobei er nie so intensiv fotografiert hat und auch das heute noch nicht tut, wie ich es gerne tue, aber er schenkte mir mit etwa 6 Jahren seine alte Spiegelreflex, eine Pentax Spotmatic, als er zum 20sten Firmenjubiläum eine neue geschenkt bekam. Bevor Ihr den Finger in die Wunde legt, die sehr tief ist, beantworte ich Euch die Frage ob ich meine erste Kamera noch habe gleich mit einem traurigen „Nein… seufz, leider nein!“

Thorsten:

Hast Du einen Schwerpunkt? Was fotografierst Du am liebsten?

Jörg:

Ich habe einen eindeutigen Schwerpunkt! Der ist direkt über’m Gürtel und nennt sich Bauch! Ach, das war nicht die Frage… OK. Ja in den letzten Jahren hat sich eindeutig die Hochzeits- und Peoplefotografie in meiner Fotografie durchgesetzt und diese Leidenschaft ist nicht nur in mir, sondern gleichermaßen bei meiner Frau angekommen, und das ist das wirklich wunderbare, da wir bei nahezu allen Shootings und Hochzeitsemotionen-Reportagen zusammen aktiv sind. So fehlt es mir nie an peinlichen Making Of Bildern dank meiner lieben Frau und wir haben gerade bei den Hochzeitsreportagen den Vorteil sehr oft im selben Augenblick zwei Blickwinkel des selben Moments auf unseren Speicherkarten zu finden. Und für uns gibt es nichts schöneres als eine vor Glück weinende Braut aus zwei verschiedenen Blickwinkeln.

Thorsten:

Schwerpunkttechnisch haben wir dann wieder etwas gemeinsam – Hast Du ein Lieblingsbild, das Du uns vielleicht zeigen möchtest?

Jörg:

Ich habe ein paar Lieblingsbilder, ja auf jeden Fall. Ich habe aber nicht DAS eine Bild das „über“ allen anderen steht. Das sind jedes Jahr so um die 3-7 Bilder die ich als wirklich TOP betrachte und diese Quote finde ich sehr gut bei etwa 150.000 Auslösungen im Jahr die mein Frauchen und ich so durchziehen. Im letzten Jahr war es u.a. dieses Bild hier:

Thorsten:

Sehr schön, gefällt mir! Verrätst Du uns einen kleinen Trick, den Du gerne anwendest und der Dir evtl. hilft, schönere Fotos zu machen?

Jörg:

Ich habe in Sachen Fotografie keine Geheimnisse und halte im Übrigen auch nichts von anderen Fotografen die meinen sie dürfen nicht über Ihre Arbeit sprechen, weil sie Angst haben nachgeahmt zu werden. Ein guter Freund und sehr erfolgreicher Hochzeitsfotograf sagte mal zu mir „Jörg, wenn Dich einer nachmacht, hast es geschafft!“, und das sehe ich genauso und spreche gerne darüber wie Bilder entstehen. Ich habe keine speziellen Tricks auf Lager, außer dem unermüdlichen Willen immer und immer wieder mal etwas neues auszuprobieren um in der eigenen Entwicklung auf keinen Fall stehen zu bleiben und sich immer weiter dem öffentlichen Benchmark zu stellen. Generell gilt: Offenblende, Offenblende, Offenblende und so ungestellt, natürlich und ehrlich wie möglich! Das ist mir wirklich wichtig. Gestellte Bilder und noch schlimmer Studio-People-Bilder mag ich gar nicht! Ich möchte nicht schlecht machen was sehr viele machen und es auch selbst mögen, ich selbst mag es nur gar nicht und mache es deswegen auch nicht mehr. Generell mache ich und fotografiere ich nur das, was mir auch wirklich Spaß macht.

Thorsten:

Welches Equipment verwendest Du bzw. wie schaut Deine Ausrüstung aus?

Jörg:

Ich habe früh angefangen mit Pentax, bin dann später Analog zu Canon gewechselt und habe meine digitalen Bilder angefangen als ich mir im Jahr 2000 von einer netten Sonderzahlung eine Olympus E10 mit samten komplett verfügbaren Zubehör gönnte. Mit dieser damals wundervollen Kamera entfachte die Fotografie wieder neu in mir.

Nachdem ich Olympus E10 und E20 lange genutzt habe, bin ich auf Canon EOS Digital umgestiegen und das für fast 7 Jahre lang. Aufgrund einer damals total schwachsinnigen Aussage des Canon Profi Service habe ich innerhalb von 24 Stunden alles von Canon verkauft und bin aus Trotz auf Nikon umgestiegen. Dieses war wirtschaftlich im Nachhinein eher „gewagt“ (ich muss aufpassen, könnte ja meine Frau mitlesen *ggg*), aber ich habe es bis heute nicht bereut.

Ich habe früher nie mit Mittelformat oder Großformat gearbeitet. Das habe ich in den letzten Jahren nachgeholt und so habe ich auch mit Hasselblad 6×6, Mamiya 6×7, Mamiya 6×4,5 erfahrungen sammeln dürfen. Danke einem sehr guten Freund durfte ich zu Beginn dieses Jahres auch meine ersten Großformat Erfahrungen sammeln und seine Arca Swiss Monorail 4×5“ steht noch bei mir im Keller und wartet auf ein wenig mehr Freizeit um jetzt im Frühjahr wieder Ausgang zu bekommen. Eine wunderbare entschleunigte Art der Fotografie, wie ich finde.

Die „freakigen“ Bilder mit der Polaroid mag ich auch sehr und habe drei dieser klassen „Teile“ in mein Equipment retten dürfen.

Ansonsten fotografiere ich auf Hochzeitsemotionen-Reportagen mit Nikon D3s, D3 und D700 mit Zooms und Festbrennweiten. Die D4 und die D800 werde ich aus heutiger Sicht überspringen und erst bei D5 und D900 wieder einsteigen in den Run ums neueste Equipment, denn nicht jedes Bild wird automatisch besser nur weil man im Run um die neusten Errungenschaft der Technik ganz vorne dabei ist.

Außerhalb der Hochzeiten auch sehr sehr gerne mit meiner insgeheimen Liebe, der Leica M9. An dieser Messucherkamera nutze ich 21, 35 und 75mm Festbrennweiten. Die Arbeit mit der M9 ist wie eine Sucht und eine wunderschöne Droge. Dazu habe ich mir vor kurzem noch eine analoge M6 gegönnt und stehe total darauf mit der M6 und dem 35er durch die City zu laufen und sich auf eine ISO Zahl und 36 Aufnahmen zu reduzieren. Weniger ist oft viel mehr!

Ansonsten habe ich immer mal wieder ein paar Kompakte zum spielen und testen, so wie im Moment die Nikon 7100, die Nikon V1 und die Sony Nex-5n. Ich denke, das gerade in diesem Segment noch sehr viel an Entwicklung in den nächsten Jahren passieren wird und dadurch uns als Anwendern die Spannung so schnell nicht ausgehen wird.

Thorsten:

Jörg, nochmals vielen Dank, dass Du dich für dieses interessante und ausführliche Interview bereit erklärt hast. Für weitere fotografische Entwicklungen wünsche ich Dir viel Erfolg und immer gutes Licht!

Jörg:

Sehr sehr gerne lieber Thorsten, habe mich sehr über Deine Interview Anfrage gefreut. Aber sei Dir sicher, das machen wir „andersherum“ auch demnächst ;-) . Schöne Grüße an alle die das Lesen aus dem wunderschönen Taunus – Euer Fotofuzzy Jörg Langer

 

 

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor blogoscoop Blog Verzeichnis